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erleichternder, tiefer Athemzug, dieſem bald mehrere, und ſie ſchlief.
Des Doctors Geſicht verklärte ſich in reiner Freude, und den Grafen von dem Lager fortziehend, ſagte er leiſe: „Sie iſt gerettet, ich ſtehe dafür, ſo weit es menſchliche Kunſt und Berechnung zu beurtheilen vermag, aber folgen Sie mir jetzt und gönnen Sie Ihrem erſchöpften Körper ſelbſt Ruhe, es iſt die höchſte Zeit dazu.“
„Nein, Doctor,“ erwiederte Egmont ſich ſträubend, —„laſſen Sie mich bei ihr, ich muß ihren Schlummer bewachen und bin noch ſtark genug dazu.“
„Ich verlange es aber als Arzt, der für das Leben der Kranken verantwortlich iſt, daß ſie ganz ungeſtört bleibe,“ beharrte Doctor Mittermann feſt und zog den Grafen mit ſich fort.„Bedenken Sie übrigens auch, daß, wenn Ihr Körper dennoch nicht ſo willig iſt als Ihr Geiſt und Sie der Schwäche unterliegen, Sie dann bei Marien's Erwachen an ihrem Lager fehlen werden, und das darf nicht ſein. Ihr erſter Blick muß auf Sie fallen, wenn ſie das Bewußtſein wieder erlangt, und ihr die Ueberzeugung geben, daß jedes Mißverhältniß zwiſchen Ihnen und ihr ganz gehoben iſt.“
Die letzte Rückſicht beſtimmte Egmont zum Gehorſe gegen des Doctors Verlangen, ſo ſchwer ihm die weilige Trennung von Marie auch wurde


