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ſchriftlich abgeſtattet; man hatte der Form alſo genügt, aber die Gräfin fühlte doch, daß ſie bei Jenen etwas gut zu machen habe und wünſchte nicht, daß die ſchon ſo lange beſtehende innige Verbindung der Familien ein ſo plötz⸗ liches Ende nähme. Vergeblich hatte ſie ihren Sohn zu bewegen geſucht, bei Gilgenbruck's allein eine Ausnahme zu machen und ſie mit ſeiner jungen Frau zu beſuchen; Egmont ſtimmte ihr bei, daß dies wohl eigentlich erforder⸗ lich ſei, aber er verſchob es von einem Tage zum andern, denn ſein Gefühl ſträubte ſich gegen das Wiederſehen mit Ida, und außerdem wünſchte er dieſe auch gar nicht mehr auf Breitenſee zu ſehen, denn er urtheilte richtig, daß ſie die gefährlichſte Feindin ſeiner Frau ſein müſſe.
Gräfin Eleonore entſchloß ſich alſo nach langen Kämpfen, allein nach Roſenthal zu fahren. Sie ſah dem Empfange unruhig entgegen, aber dieſer übertraf ihre Er⸗ wartungen, denn die Familie des Barons war ſchon auf ihren Beſuch vorbereitet, und Jeder hatte die Rolle, die er ſpielen wollte, einſtudirt. Dem alten Baron gelang ihre Durchführung am ſchlechteſten, da er der Offenſte und Biederſte war; die artigen Worte und Verſicherungen der Freude über den Beſuch der Gräfin gingen ihm nur lang⸗ ſam von den Lippen, und bald fand er einen dringenden Vorwand, der ihn aus der Geſellſchaft abrief. Frau von Gilgenbruck war tief gerührt über das Unglück der Gräfin,


