Teil eines Werkes 
2. Bd. (1858)
Entstehung
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und ſeine junge Frau die ihrige auch nicht länger auf⸗

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und wenn dieſe auch keine Veranlaſſung gab, dies auszu⸗ ſprechen, ſo zeigten doch Blicke und Seufzer der Dame deutlich, wie ſehr ſie die Gräfin bedaure, ſie erreichte da⸗ durch vollkommen ihre Abſicht, letztere in Verlegenheit zu ſetzen und zu kränken, und brachte ſie beinahe ſo weit, in ihrer Empfindlichkeit zu geſtehen, daß ſie ſelbſt Egmont die Erlaubniß zu ſeiner Vermählung gegeben habe. Ida endlich, welche die größte Veranlaſſung fühlte, ſich zu ver⸗ ſtellen, da ſie durch Egmont's Verheirathung und der Gräfin Workbrüchigkeit am tiefſten gekränkt und vor fremden Augen compromittirt war, führte ihre Rolle am beſten durch; ſie war kalt, ſchnippiſch und gegen ihre ſonſtige Gewohnheit ungemein heiter, worin ſich die Ironie, mit der ſie Egmont's Entſchluß auffaßte, deutlich kundgab; zum erſten Male fand Gräfin Eleonore keinen Gefallen an ihr und gab ihrem Sohne faſt ſchon Recht, daß Ida wah⸗ ren Gefühles nicht fähig ſei.

Man beſchränkte ſich bei dieſem Beſuche nur auf höf⸗ liche Redensarten, in denen ſich die der Gilgenbruck'ſchen Familie überkommene Bitterkeit nicht ganz verleugnen konnte, und Gräfin Eleonore war froh, als ſie Roſenthal wieder verlaſſen hatte. Eine unumgänglich nöthige Folge ihrer Viſite war, wenn man nicht alle Erforderniſſe des guten Tones unberückſichtigt laſſen wollte, daß Egmont