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„Das ſollſt Du, Marie, und ich verſpreche es Dir hier, daß auch ich in Dir eine Tochter ſehen will, ſo lange Du meinen Egmont glücklich machſt.“
„Und Sie haben es mir aus ganzem Herzen ver⸗ ziehen, daß ich mich ſchuldlos eine Weile zwiſchen Sie und Egmont drängte?“ fragte Marie weiter;—„Sie billigen jetzt ſeine Wahl?“
„Gebe der Himmel Euch ſeinen Segen und laſſe Euch ſtets in einander das Glück finden, dann werde auch
ich zufrieden ſein,“ ſagte die Gräfin ausweichend.„Du weißt, daß ich andere Pläne mit Egmont hatte, und Du wirſt es begreifen, meine gute Marie, daß ich mich nur ſchwer von ihnen trennen konnte; das Schickſal hat ſie durchkreuzt, und ich ſegne ſeine Wegenſg lange ſie zu ſeinem Glücke führen.“*
Marie war zufrieden geſtellt und ebenſo Egmont, als er bald darauf von ihr hörte, in welcher Weiſe ſeine Mutter zu ihr geſprochen hatte..
Der Hochzeitstag war glücklicher vorübergegangen, als Alle erwartet hatten.—
Natürlich konnte es nicht fehlen, daß Egmont's Ver⸗ mählung ein ungeheures Aufſehen in der ganzen Um⸗ gegend machte. Seine Standesgenoſſen beurtheilten ihn
ſehr hart, oder, was faſt noch ſchlimmer war, zuckten lächelnd die Achſeln; man prophezeite dieſer Ehe keinen


