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ihre ſprechenden blauen Augen mit ſo inniger Liebe und Vertrauen auf ihn, daß ſie nicht allein in ſein, ſondern faſt in Aller Herzen tief drangen.
Als Trauzeugen traten die Gräfin, der Doctor und die beiden alten Theißen's an den Altar, erſtere etwas bleich, aber ſich doch ſo weit beherrſchend, daß Niemand wiſſen konnte, ob ſie durch die Freude oder den Schmerz über die Handlung ihres Sohnes bewegt ſei. Der Doctor war ſichtlich entzückt über das ſchöne Paar und daß es ſein Ziel erreicht hatte, Vater Theißen und ſeine Frau aber, erſterer in der Uniform der gräflichen Oberförſter, ſtrahlten vor Freude und Stolz.
Die heilige Handlung ging ohne Störung vor ſich, die beiden jungen Gatten ſprachen ihr Jawort, und als die Ceremonie vorüber war, zog Egmont ſeine Gattin mit einem ſeligen Blicke an ſeine Bruſt und küßte die in ihren Augen ſchimmernden Freudenthränen fort; dann ſank dieſe in die Arme ihrer Eltern, und ſelbſt Gräfin Eleonore um⸗ armte ſie mit einem wehmüthigen Blicke auf ihren Sohn. Man beſtieg wieder die Equipagen und fuhr nach dem Schloſſe, die Zuſchauer leerten ſchweigend die Kirche, um außerhalb derſelben ſogleich ihren Zungen freien Lauf zu laſſen. Die Meinungen waren getheilt, indeſſen doch bei weitem vorwiegend günſtig für Egmont und Marie, nur Wenige ſchüttelten die Köpfe und waren mit dem vor⸗


