ſegen nie den des Himmels findet.“
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ich ſie bis zu dieſem Augenblicke treu und heilig im Herzen getragen habe und dann erſt urtheile.“
Egmont erzählte die ganze Geſchichte ſeiner Liebe in einfachen, aber warmen Worten, nur zuweilen von dem leiſen Schluchzen der Gräfin unterbrochen; er entwarf ihr eine ſo beredte Schilderung von Marien's edlen Eigen⸗ ſchaften, von ſeiner und ihrer Liebe, daß ſie ſich wirklich gerührt fühlte, als er, ihre Hand an ſeine Lippen ziehend, im innigſten Tone bat:
„Sei nicht hart, Mutter; ich weiß, daß Du mich liebſt und mein Glück willſt, ſuche es aber in meinem eigenen Herzen und nicht in kalter Berechnung, die ſo oft ſchon getrügt hat.“
Aber Gräfin Eleonore dachte wieder an Ida, an die Verſprechungen, die ſie ihr und ihren Eltern gemacht hatte und die ſie jetzt nicht mehr zurück nehmen zu können meinte, ſie dachte an das Urtheil ihrer Standesgenoſſen, das die Mutter eben ſo hart als den Sohn treffen würde, und jede weiche Regung ihres Herzens mußte vor dieſen Be⸗ denken wieder ſchweigen.
„Ich kann Dich nicht hindern, Egmont, zu thun, was Du willſt,“ ſagte ſie nach einer langen Pauſe unter heißen Thränen,—„aber bedenke, daß Du das Herz Deiner Mutter dadurch zerreißeſt und daß eine Ehe ohne Eltern⸗


