Teil eines Werkes 
2. Bd. (1858)
Entstehung
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werde mich

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keinem Scherze die Rede, ſondern von einer Abſicht, die 1

ich ſchon lange hege, wie Du auch vielleicht geahnt haſt. 2

Ich gedenke mich zu verheirathen, liebe Mutter.

Egmont! bat die Gräfin mit einem flehenden Blick,

denn ſie wußte bereits durch Ida, was ſie jetzt hören ſollte.

Es iſt Dein eigener Wunſch, Mutter, ſagte Eg⸗ mont ſehr ernſt,und Marie Theißen, auf die meine Wahl gefallen iſt, weil ich überzeugt bin, ſie wird den

Zweck erfüllen, den Du bei dieſem Wunſche vorzüglich im

Auge hatteſt, entſpricht allen Deinen Anforderungen bis auf eine einzige, ihren Stand; unſere Zeit iſt freier von Vor⸗ urtheilen, als daß ich einen Anſtoß daran nehmen könnte und nicht hoffen ſollte, auch Du würdeſt über den alther⸗

kömmlichen Gebrauch in unſerer Familie fortſehen.

Egmont, Du bedenkſt nicht, daß Marie, ihrer erhal⸗ tenen Bildung gemäß, den Anforderungen nicht entſprechen kann, welche man mit Recht an ſie ſtellen wird, ſagte die Gräfin mit zitternder Stimme, denn wohl wiſſend, daß Egmont's Feſtigkeit durch Thränen und Vorwürfe nicht zu brechen ſein würde, hatte ſie alle ihre Faſſung zu Hülfe gerufen. 4

Ich theilte Deine Anſicht, liebe Mutter, und habe dafür geſorgt, daß Marie in dem, was ihr noch fehlt, un⸗ terrichtet werde, entgegnete der Graf ruhig; beſtreben, die letzten Lücken auszufü

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llen, und

ich ſelbſt