nug, ihrer Neigung nach zu wählen,“ ſagte der Förſter, deſſen Geſicht ſich immer mehr aufgeklärt hatte.„Ich werde ihr mit Freuden meinen Segen geben und meine Alte ebenfalls, denn ohne Zweifel kennt ſie Marien's Her⸗ zenswünſche ſchon lange.“ Egmont drückte erfreut ſeine Hand, dann fuhr er fort:
„Dann darf ich alſo Marien fortan als meine ver⸗ lobte Braut betrathten, und wenn ich dies nicht freudig vor⸗ aller Welt verkünde und auch Euch bitte, vorläufig ſtreng das Geheimniß zu bewahren, ſo geſchieht es nur, damit Niemand dieſes Verhältniß zu ſtören ſuche und verun⸗ glimpfe, ehe der Tag gekommen iſt, an dem ich mit ihr vor Gottes Altar ſtehe. Ihr müßt mir nun aber auch einige Rechte über meine Braut einräumen, und dahin gehört
voor Allem, daß ſie ſo ſchnell als möglich Euer Haus ver⸗
läßt und ſich nach der Hauptſtaͤdt begiebt.“
Die Stirn des Förſters runzelte ſich ein wenig, aber Egmont ſetzte ihm mit überzeugender Klarheit die Gründe ſeines Wunſches aus einander, und als der Alte ihn ver⸗ ließ, war er befriedigt und innerlich glücklich, daß das böſe Schickſal ſeiner Tochter einen ſo überaus glänzen⸗ den Ausgang genommen habe. Mit der lebhafteſten Un⸗ geduld, die Unterredung mit dem Grafen zu Hauſe mitzu⸗
theilen, legte er den Weg dahin zurück, und als er dann
freudeſtrahlend bei Marie eintrat und zu ihr und ſeiner


