Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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223 Marie nach allen dieſen Vorfällen noch täuſchen zu wollen? Wir haben uns vollſtändig ausgeſprochen, und Marie iſt bereit, mir ihre Hand zu reichen, falls Ihr nicht eine Ein⸗ wendung dagegen zu machen habt. Sagt, Vater Theißen, wollt Ihr mich zu Eurem Schwiegerſohne haben?

Theißen rieb ſich die Stirn, denn er konnte dieſe Ueberraſchung noch nicht faſſen.

Was ich Euch jetzt ſage, beabſichtigte ich ſchon ſeit der erſten nähern Bekanntſchaft mit Eurer Tochter, fuhr Egmont fort;dieſer unglückliche Zufall. hat mich zu einem ſchnellen Entſchluſſe getrieben, und ich bin dem Schickſal deshalb dankbar. Nun ſagt mir aber, ob Ihr nichts gegen mich einzuwenden habt.

Aber Herr Graf, Ihre Frau Mutter? meinte Theißen, noch immer zagend, aber auch erfreut, denn der Stolz begann ſchon, ſeinen Einzug in ſein Herz zu halten.

Dafür laßt mich ſorgen, Theißen, ſagte der Graf mit gerunzelter Stirn;Ihr wißt, ich bin mündig und Herr meiner Entſchließungen; ich gebe Euch mein Wort, daß Marie innerhalb eines Jahres meine Gattin ſein mirh⸗ wenn Ihr ſelbſt uns nicht Hinderniſſe in den Weg egt. 4

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Nun wohl, Herr Graf, Sie werden ſelbſt iſſen, was Sie thun können, und Marie iſt auch ſelbſtſtändig ge⸗