Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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ringen.

hatte ſich vorgenommen, offen mit dem alten Theißen zu ſprechen, ſo bald die Einwilligung von des Doctors Schweſter eingetroffen ſei; er fühlte ſich jetzt ganz be⸗ ruhigt, und dies trug dazu bei, ſeine Beſſerung zu be⸗ ſchleunigen.

Die Gräfin beſuchte ihren Sohn zu verſchiedenen Malen am Tage und entfaltete wieder ihre ganze mütter⸗ liche Zärtlichkeit für ihn, aber dieſe konnte ihn nicht mehr ſo wohlthuend als früher berühren und trug auch nicht im Geringſten zur Aenderung ſeiner Geſinnung bei. Sie hatte Egmont auch geſagt, daß ſie künftig Ida mit ſich bringen wolle, die ſich danach lebhaft ſehne, ihn wieder⸗

zuſehen und ſich ihm hülfreich erweiſen zu können; Eg⸗

mont wies deren Beſuch anfangs zurück, dennoch gelang es der dringenden Bitte der Gräfin, ihm endlich die Er⸗ laubniß abzunöthigen.

Die erſte Zuſammenkunft, gleichwie die folgenden, führte aber zu keinem Reſultate, wie es Gräfin Eleonore wünſchte und gehofft hatte; ihr Sohn blieb kalt und ver⸗ ſchloſſen gegen Ida, obgleich dieſe ſich mit der äußerſten Geduld beſtrebte, ſeine Abneigung zu mildern. Egmont hatte in ſeinem körperlichen Leit ne Entſchuldigung für ſich, wenn er abſtoßend und usſben au erſchien, und er gab vielfachen Grund dazu, ſie zur Gelund zu

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