eingetroffen und zwar nach Wunſch ausgefallen; Marie ſollte am andern Tage ſchon ihre Reiſe antreten und der Doctor ihr den Wunſch des Grafen mittheilen, gleichzeitig auch den alten Theißen zu ihm beſcheiden.
Der alte Förſter hatte bis jetzt noch nicht zu fra⸗ gen gewagt, wie ſich das Verhältniß Marien's zu dem Grafen entſponnen habe und wie weit und unter welchen Ausſichten es bereits gediehen ſei; wie auf alle aufbrauſen⸗ den, jähzornigen Charaktere, hatte auch auf ihn die ruhige Entſchloſſenheit und der entſchiedene Widerſtand der Tochter einen tiefen Eindruck gemacht, und die Furcht, der junge Graf möge ſich ihrer annehmen und werde jeden Mißbrauch
* Inzwiſchen war die Antwort der Schweſter des Doc⸗ tors
ſeiner väterlichen Autorität rächen, trug dazu bei, ihn in in ſeiner ängſtlichen Zurückhaltung zu beſtärken; nebenbei
fühlte er jetzt aber auch wirklich ſein Unrecht und war durch den traurigen Ausgang ſeiner Berechnungen niedergedrückt. Frau Martha wagte nicht, von Marie zu ihm zu ſprechen, denn ſie fürchtete einen neuen Ausbruch ſeines Zornes, und er ſelbſt fragte nicht. Ueberraſchend traf ihn die Auffor⸗ derung des Doctors, ſich zu dem Grafen zu begeben; der Alte ahnte nichts Gutes für ſich, aber er zögerte keinen Augenblick, dem erhaltenen Befehle Folge zu leiſten. Im⸗ mer langſamer wurden ſeine Schritte, als er ſich dem
Schloſſe näherte, und mit bangem Herzklopfen betrat er


