mehr, 1ic ganz dem Wohle meiner Unterthanen zu wid⸗ men, und ich denke, meine Güter nicht oft zu verlaſſen,
wird auch nicht wünſchen, ſtets als Einſiedlerin zu leben, deshalb bedarf ſie des Unterrichts in den geſellſchaftlichen Formen. Ihr Verhältniß im väterlichen Hauſe iſt der Art, daß es ſie nicht beglücken kann, daß ſie nach den letzten Vorfällen ſelbſt der Gefahr ausgeſetzt iſt, darum ſoll ſie es verlaſſen, und ich wollte Sie, beſter Doctor, um Ihren Rath bitten, wohin wir Marie ſchicken, einen liebevollen, verſtändigen Unterricht zu erhalten. Verſtehen Sie mich wohl, ich will nicht, daß eine Weltdame aus ihr gemacht werde, die für Andere zu glänzen verſteht, ich wünſche nur, daß ihren natürlichen Anlagen zu Hülfe ge⸗ kommen werde und daß ſie die Umgangsregeln der ge⸗ bildeten Welt im Allgemeinen kennen lerne.“
„Erlauben Sie mir noch ein Bedenken auszuſprechen, Herr Graf,“ ſagte der Doctor zögernd;—„Sie reißen Marie jetzt aus ihrer Familie, aus ihrer beſcheidenen Wirkſamkeit, um ſie auf eine andere vorzubereiten; wenn dennoch Umſtände eintreten, Herr Graf, die Sie Ihren Entſchluß bereuen laſſen, oder, wenn Sie dieſe Annahme mir nicht zugeſtehen wollen, wenn Sie durch das Schickſal an der Ausführung Ihrer Abſicht gewaltſam merhindert
würden,—“
indeſſen können ſolche Fälle doch eintreten, und Marie F


