Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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gedenke ich mein Thun vor Gott und meinem Gewiſſen vollkommen zu verantworten. Was meine Mutter anbe⸗ trifft, ſo iſt ihr Widerſpruch bedenklicher, denn ich bin überzeugt, daß ihr das alte und veraltete Herkommen in unſerer Familie, keine Mißheirath, wie man ſagt, einzu⸗ gehen, heiliger ſein wird, als die Neigung meines Herzens; indeſſen will ich den Verſuch wagen, ſie günſtig für meinen Plan zu ſtimmen, wenigſtens ihre Erlaubniß zu ſeiner Ausführung zu erhalten; bleibt ſie deſſenungeachtet bei⸗ ihren ſtarren Grundſätzen und können wir uns über den Begriff des WortesEhre nicht einigen, ſo wird dies meine Entſchlüſſe nicht ändern, ſo ſchmerzlich ich es em⸗ pfinden werde, wenn meiner Ehe der Segen der Mutter fehlt. 2 3Aber, Herr Graf, haben Sie auch bedacht, daß Marie Theißen, die in Betreff aller ihrer geiſtigen Eigen⸗ ſchaften von mir hochgeſchätzt wird, den Anforderungen, welche die Geſellſchaft an die Gräfin Eldor ſtellen wird, nicht gewachſen iſt, daß ſie ſich ſelbſt nicht glücklich fühlen kann, wenn ihr dieſer Mangel fühlbar wird? warf der Doctor ein.

Auch daran habe ich gedacht, Doctor, und es iſt ebenfalls ein Grund, aus dem ich mit Ihnen ſprechen will, meinte Egmont.Ich habe die große Welt kennen gelernt und ſehne mich nicht in ſie zurück; meine Abſicht iſt viel⸗