Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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Sorge um ihn doch bei ihr gehoben ſein müſſe, flüſterte

ſie leiſe:

Wir werden uns jetzt trennen müſſen, Egmont, und wer weiß, wann und wie ich Dich wiederſehen werde.

Ich dachte auch ſchon mit Unmuth daran, denn ich werde hier nicht länger bleiben können, ſagte Egmont nachdenklich,ich dachte auch an die Verhältniſſe, unter denen Du hier, der Härte Deines Vaters preisgegeben, zurückbleiben ſollſt, und ich ſann nach einem Mittel, Dich zu ſchützen. So viel iſt gewiß, daß Du in dieſem Hauſe nicht bleiben darfſt. Sage mir vor allen Dingen, Marie, biſt Du hier mit meiner Mutter zuſammengetroffen, und wie hat ſie ſich gegen Dich benommen?

Das Mädchen erbleichte; ſie erzählte die Unterredung mit der Gräfin ſo ſchonend als müglich für Egmont, denn ſie fürchtete, ihn durch die volle Wahrheit zu ſehr aufzu⸗ regen. Seine Stirn war finſter gerunzelt, und ſein Auge leuchtete in edlem Unwillen, er drückte Marien's Hand feſter. 4

Ach Egmont, ſie glauben Alle nicht, daß Du mich wahrhaft liebſt, klagte Marie wehmüthig und ihn mit der innigſten Zuverſicht anblickend;ſie haben es mir Alle geſagt, Deine Mutter, die meinige und ſelbſt der pule Doctor Mittermann, der mir ſo viel Theilnahmne

eweiſt.