Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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Diich noch zu ſehr aufregen, und dort drüben in der Ecke ſitzt der Doctor und ſchläft; er könnte mich hören und mir böſe darüber ſein.

Nein, Marie, ſprich nur leiſe, bat Egmont, daß er nicht erwache und uns ſtöre. Mir iſt ganz wohl, nur dieſe Stelle hier auf meiner Bruſt ſchmerzt ein wenig.

Es iſt Deine Wunde, Egmont; bewege Dich nicht ſo viel, daß ſich der Verband nicht verſchiebe. Und Marie erzählte dem aufmerkſam zuhörenden Geliebten, der ſich bei ihren Worten auch der geſtörten Zuſammen⸗ kunft im Walde erinnerte, was ſeitdem vorgefallen ſei, ohne indeſſen über Gräfin Eleonore zu klagen; ſie ſagte ihm, daß dieſe ihn beſucht und bis zum vergangenen Abend an ſeinem Lager geblieben ſei, daß ſie auch an dieſem Tage zurückkehren und ihn ſo bald, als es der Arzt erlaube, nach dem Schloſſe ſchaffen laſſen wolle.

Egmont hatte ihrer langen Erzählung ſchweigend zugehört; als ſie geendet hatte, war ſeine erſte lebhafte Frage:Du haſt wohl auch entſetzlich ausgeſtanden, meine arme, arme Marie?

Das Mädchen nickte ſchmerzlich mit dem Kopfe, dann brachen plötzlich die Thränen hervor, die ſie nicht länger zurückhalten konnte, und als Egmont ſie in zärtlicher Be⸗ ſorgniß um den Grund dieſes Schmerzes fragte, nun die

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