Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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wäre es ihm doch lieber geweſen, zu dieſem Ziele auf eine mildere Art zu gelangen, denn er ſah voraus, der vom Vater beabſichtigte Zwang würde ihm das Herz des Mäd⸗ chens noch mehr entfremden. Endlich fand ſich eine Gele⸗ genheit, wie er ſie wünſchte, denn Mutter Martha entfernte ſich, um das bei der Mahlzeit gebrauchte Geſchirr abzu⸗ räumen, während Marie auf das Gebot des Vaters blei⸗ ben mußte; dieſer, der aber wahrſcheinlich denſelben Zweck wie ſein zukünftiger Schwiegerſohn erſtrebte, erhob ſich bald darauf, um für dieſen und ſich ſelbſt Pfeifen zu holen. Niedergeſchlagenen Auges und innerlich bebend ſaß ſie vor ihrem Anbeter in Erwartung der Worte, die er an ſie richten würde, während er ſelbſt in Bewunderung ver⸗ ſunken, ſeine Abſicht, mit ihr zu ſprechen, faſt vergaß. Franz liebte Marie wirklich, wie ſein Herz der Liebe fähig war; hätte das Mädchen aber in ſein Herz blicken können, ſo würde ſie ſich von dem überzeugt haben, was ſie ahnte, daß dieſe Liebe kein edles, heiliges Gefühl war, ſondern nur die leidenſchaftliche Begierde, ſie zu beſitzen. Ich danke Ench, Marie, von Herzen, daß Ihr heute freundlicher und nicht wieder ſo hart, wie neulich, gege mich geweſen ſeid, begann der Jüngling nach einer langen Pauſe in weichem Ton, der ſeinem übrigen Weſen ga⸗ nicht entſprach.Ihr wißt nicht, wie wohl und wehe

Ihr mir gerade thun könnt, ſonſt würdet Ihr ſicherlich nie 4