23
böſe.„Ich bin der Vater und Herr im Hauſe, und ich will dem Mädchen den Wilm aus dem Kopfe treiben, oder es ſoll nicht gut gehen.“
„Beruhigt Euch, Vater Theißen,“ bat der Jäger dringender;—„Ihr ſeht ja, daß ich dieſes Mal wieder⸗ gekommen bin und daß meine Liebe ſtärker als der Stolz war; ich bitte Euch nochmals, laßt es mich mit der Marie allein ausmachen, ich bin Mann genug dazu. Was ſagt Ihr aber da von dem Wilm, wovon Ihr noch nie zu mir geſprochen habt?“
„Daß der Burſche dem Mädchen den Kopf verdreht hat,“ rief der Alte, der die Vorſicht über ſeinem Zorn vergeſſen hatte,—„dieſer bettelarme Burſche, den mein Weib auch begünſtigt, ohne daran zu denken, wovon er⸗ dereinſt eine Frau ernähren ſoll.“
„Der Wilm?“ fragte Franz erſtaunt und rieb ſich die Stirn.„Ich kann's kaum glauben, Vater.“
„Und doch wird's ſo ſein,“ rief der Alte ärgerlich,— „ich bin davon überzeugt; aber mache Dir keine Sorge deshalb, Franz, Du bekommſt das Mädel und kein Anderer, ſo wahr ich Moritz Theißen heiße und mit Ehren grar 1


