Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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S

Nun, das habe ich ihm auch geſagt, aber es iſt ſo ſchwer, ihm ſeinen Eigenſinn aus dem Kopfe zu reden, ſagte die Alte triumphirend.Ich wußte es ja, Marie, daß Du Deiner alten Mutter, die Dich ſo unausſprechlich liebt, vertraut haben würdeſt, was Dein Herz drückt; wäre es nicht eine Sünde, wenn dem nicht ſo wäre?

Die Tochter unterdrückte einen ſchweren Seufzer, und über ihr Geſicht flog ſchnell wieder eine dunkle Wolke, als ſie ſich, wie von tiefem Gefühle bewegt, auf die Hand der Mutter niederbeugte, um dieſe zu küſſen.

Ich weiß am beſten, was Dir Kummer macht, mein armes Mädchen, fuhr die Alte gerührt fort und ſtreichelte den blonden Scheitel ihres geliebten Kindes,aber ich darf es unſerem Alten nur nicht ſagen, denn er würde gleich wieder darüber toben, und der liebe Gott, auf den ich ſtets in meiner Noth vertraut habe, wird wohl auch ein Mittel finden, den harten Sinn des Vaters zu lenken und uns von dem Franz zu befreien, den ich eben ſo wenig zum Schwiegerſohne haben mag, als Du zum Gatten. Sei nur ruhig, mein Töchterchen, Du biſt viel zu gut und zart für den wilden Burſchen und er ſoll ſich nie rühmen,

mein Täubchen aus dem Neſte geführt zu haben, ſo lange

ich noch lebe. Brauchſt nicht zu weinen, Kind, ſonſt ſchilt der Vater wieder über Deine rothen Augen. 4

Der Franz kommt heute noch zu uns herüber, L