Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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dem in Folge des früheren Geſprächs mit ihrem Manne ſie überkommenen Aerger zuweilen dadurch Luft zu machen, daß ſie einen Topf härter auf den Tiſch ſetzte, als es eigentlich nöthig war, oder der Hauskatze, die eben zu naſchen gedachte, einen Beſen nachwarf. Als ſie ihre Arbeit geendigt hatte, nahm ſie ihr Strickzeug und begab ſich mit den Worten:Komm, Mädchen, wir wollen uns vor die Thür ſetzen! hinaus, wohin ihr die Tochter bald mit ihrer Handarbeit folgte.

Marie, begann ſie nach einer Weile, mit einem ernſten forſchenden Blicke auf das Mädchen,ich habe vorher einen Streit mit dem Vater gehabt und zwar Deinetwegen; er behauptet, Dein ganzes Weſen wäre ſeit. einiger Zeit verändert und Du liebteſt.

Marie erblaßte und erröthete im ſchnellen Wechſel; ihre Stimme zitterte, als ſie ängſtlich ſagte:

Mutter! wie kann der Vater ſo etwas be⸗ haupten?

Er meint, Du liebſt den Wilm? fuhr die Alte fragend fort, und auch ihr Geſicht erheiterte ſich ſchnell

wieder, als die Tochter ſie einen Augenblick ungläubig

anſah und dann ein leichtes Lächeln ihren Mund umſpielte. Der Vater täuſcht ſich wirklich, ſagte Marie mit

einer Sicherheit, die keinen Zweifel an der Wahrheit ihrer 8

Wcorte ließ.

1888. XVIII. In Wald und Schloß. I.