Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

11

während die Hand an den Griff des Säbels faßte, den er, in Uniform, an der Seite trug.

Mit der Selbſtbeherrſchung des Lieutenants war es vorbei.

Hoheit! rief er, halb außer ſich,Sie vergeſſen, daß Sie einem Grafen Horneck gegenüberſtehen! Durch⸗ bohren Sie meine Bruſt, die ſich offen, widerſtandslos darbietet, das würde Ihrem jetzigen Verhalten die Krone auſſetzen; aber ſein Sie überzeugt, daß ich meine Ehre beſſer zu wahren wiſſen würde, wenn ich in dieſem Augen⸗ blicke die Waffe an der Seite führte!

In den Zügen des hohen Herrn, der ſich ſo ſehr übereilt hatte, war doch ein Erſchrecken zu bemerken; eben⸗ ſo wenig wie der Rittmeiſter von Plöhn, der zitternd neben ihm ſtand, hatte er ſich wohl gedacht, daß es ſoweit kom⸗ men könne. 1

Sie werden für Ihre Unehrerbietigkeit eine ſchwere Rechenſchaft abzulegen haben, Graf Horneck, ſagte er nur und ging fort.

Victor bekümmerte ſich weniger um dieſe Drohung, da er ſich in ſeinem vollen Rechte fühlte, als ihn die widerfahrene Beleidigung kränkte; äußerſt erregt begab er ſich auf ſein Zimmer, um zu überlegen, was ihm nun zu