Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
Entstehung
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thun obliege. Eine perſönliche Genugthuung war von dem Erbherzoge ſchwerlich zu erlangen, ſelbſt wenn er ſich mit einer direkten Klage an den Herzog gewandt hätte, und es widerſtrebte ihm eigentlich, dieſen Weg einzuſchlagen. Sollte er geradezu ſeinen Abſchied aus dem Militärdienſte fordern? welche ſchönen Hoffnungen auf die ihm ſo liebgewordene Carrière wären damit nicht verloren ge⸗ gangen, und vor Allem mußte ihn ein ſolcher Schritt ja unwiderruflich von der Erbherzogin trennen! Aber freilich,

ihr Kavalier wie bisher durfte er ſchwerlich bleiben, war

er doch überzeugt, aus dem Benehmen des Erbherzogs habe hauptſächlich die Eiferſucht oder wenigſtens eine ent⸗ ſchiedene Mißbilligung des bisherigen Verhältniſſes ge⸗ ſprochen.

Daß der Rittmeiſter von Plöhn in unverantwortlicher Weiſe hierbei die Hand im Spiele habe, unterlag bei ihm keinem Zweifel, konnte Dieſer doch nur, da er in der Stadt ge⸗ weſen war und den Prinzen von dort abgeholt hatte, Letzterem einen gefälſchten Bericht von den geſtrigen Vor⸗ kommniſſen abgeſtattet haben. Er fühlte ſich deshalb recht erbittert auf Herrn von Plöhn und überlegte, ob er nicht

einen Grund finden könne, ihn perſönlich zur Verantwor⸗

tung zu ziehen. Vorläufig aber ſtürmte es noch zu wild