Fieber befallen ſei, ſeine baldige Wiederherſtellung aber in Ausſicht ſtehe, wenn die ärztliche Kunſt und eine beſſere Pflege zu Hülfe kämen. Wie die Prinzeſſin befohlen, waren noch am ſpäten Abende Betten und andere Bedürfniſſe nach der Köhlerhütte gebracht worden, indeſſen hielt Doktor Braune die Lage derſelben für ſo ungeſund und den man⸗ gelhaften Bau ſo ſchädlich für einen Kranken, daß er nur rathen konnte, denſelben in einem der nächſten Dörfer einzuquartieren.
Die Prinzeſſin übernahm es ſofort, dieſe Veranſtaltun⸗ gen zu treffen, und verfolgte dieſen Entſchluß mit großem Eifer. Auf ihre freundliche Bitte war Victor ſchon am Morgen fortgeritten, um ein paſſendes Quartier zu be⸗ ſorgen, das er, gegen reichliche Vergütung, auch ſehr bald fand; er nahm ſich der Sache mit dem größten Intereſſe an, und ſchon am Nachmittage konnte der Kranke mit aller erdenklichen Sorgfalt nach der neuen, bequemen Wohnung transportirt werden; in jeder Beziehung war für ihn und
ſeine Tochter geſorgt worden, und die Armen ſprachen wiederholt aus, daß ſie ſich nun wie im Himmel fühlten, und ſegneten den Engel, den ihnen dieſer geſandt hatte. Victor fühlte dabei eine Zufriedenheit in ſich, wie er ſie lange nicht gekannt hatte.


