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demſelben, er ſolle ihn Nachmittags abholen, er ſelbſt werde 1
dann nach dem Landſchloſſe hinüberreiten.
Der Rittmeiſter fühlte ſich mit dieſem Ausgange ei⸗ gentlich garnicht zufrieden; er hatte erwartet, der Erbherzog werde aufbrauſen und ſich auf der Stelle dahin erklären, daß der Lieutenant Graf Horneck von ſeinem Poſten ab⸗ gelöſt werden müſſe,— dem dringenden Wunſche ſeines Sohnes gab der Herzog am Ende doch nach. Nun ſchien Erſterer die Sache aber ganz kaltblütig aufzunehmen, und es konnte Alles beim Alten bleiben; Herr von Plöhn war darüber ſehr ärgerlich und ging ſchon mit dem Gedanken um, freiwillig ſeine Adjutantenſtellung aufzugeben, die doch ſo wenig Einfluß hatte; es war bei ihm beinahe zur fixen Idee geworden, daß er oder ſein jüngerer Kamerad den Platz räumen müßte.
In noch erboßterer Stimmung wie vorher holte er den Erbherzog ab, der nun ſogar ihn ſeinen Unmuth füh⸗ len ließ; für Beide war es kein angenehmer Ritt nach dem Luſtſchloſſe.—
Schon am vergangenen Abende hatte Prinzeß Anna
ſich von dem Leibarzte über den Krankenzuſtand des Köh⸗ lers berichten laſſen, und der Doktor hatte ſich dahin aus⸗ geſprochen, daß der Mann allerdings von einem ſchlimmen


