Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
Entstehung
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wie ſonſt ausſah, und daraus, daß derſelbe ſeinen langen Schnurrbart fortwährend zwiſchen den Fingern drehte, ſchloß er, da er die Gewohnheiten des Mannes ſchon ziem⸗ lich gut kannte, derſelbe müſſe heute etwas Beſonderes auf dem Herzen haben.

Der Rittmeiſter hatte indeſſen anfänglich nur un⸗ intereſſante Geſchichten zu berichten, und Prinz Georg äußerte dazu, ohne ſein Gähnen zurückhalten zu können, daß er garnicht recht begriffe, wie die übrigen hohen Herrſchaften ſich ſo lange auf dem Lande amüſiren oder vielmehr ennuyiren könnten.

und wie befindet ſich Ihre Hoheit die Erbherzogin? fragte er dann raſch, aber ſpät für einen zärtlichen Ehe⸗ mann und dabei in einem Tone, der ſeine vollſtändige Gleichgiltigkeit für die Antwort andeutete.

Ihre Hoheit wiſſen ſich die Zeit wohl durch kleine Abenteuer zu verkürzen, erwiderte der Rittmeiſter trocken.

Prinz Georg machte große Augen und richtete ſich in ſeinem Seſſel höher auf. Das WortAbenteuer klang ihm gerade nicht angenehm in den Ohren, und er würde es ſogar an dieſer Stelle höchſt unpaſſend gefunden haben, ware es nicht gerade aus dem Munde Heerrn von Plöhns gekommen.