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der Rittmeiſter wohl von ſeinem Vater oder ſeiner Mutter abgeſandt ſein möge, um ihn zur baldigen Rückkehr aus der Reſidenz zu veranlaſſen, murmelte er abermals eine Verwünſchung, die Herrn von Plöhn ſchwerlich ſchmeichel⸗ haft geklungen haben würde, befahl aber doch, denſelben ſogleich vorzulaſſen.
Der Rittmeiſter war kein Hofmann; er trat in ganz militäriſcher Haltung ein und meldete, er ſei Privatver⸗ hältniſſe halber auf einige Stunden nach der Reſidenz gekommen, halte es aber für Schuldigkeit, ſich dem Prinzen vorzuſtellen und etwaige Befehle in Empfang zu nehmen. Dem Erbherzoge löſte ſich damit ein Stein vom Herzen und fiel gänzlich herunter, als er auf ſeine Frage, ob man ihn nicht ſchon draußen vermißt habe, die unbefangene Antwort erhielt, davon ſei Herrn von Plöhn gerade Nichts bewußt; er mußte ſogar über deſſen naive Ausdrucksweiſe lächeln, und damit ging die Sonne ſeiner guten Laune wieder auf.
In ſehr kordialer Weiſe forderte er ſeinen Adjutan⸗ ten auf, Platz zu nehmen, bot ihm ſelbſt eine Cigarre und wünſchte zu wiſſen, wie es in den letzten Tagen eigent⸗ lich auf dem Landſchlößchen ausgeſehen habe. Es mußte ihm übrigens auffallen, daß Herr von Plöhn noch ernſter
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