zu ſein, es erwiederte den liebevollen Abſchied nur mit Thränen in den Augen und ziemlich kleinmüthig; der Köhler ſchlief nun wirklich oder ſtellte ſich noch immer ſchlafend. 4
Die Prinzeſſin und Victor verließen endlich die arm⸗ ſelige Hütte und beſtiegen ihre Pferde; es war im Walde ſchon ganz finſter geworden, und wieder wechſelten ſie nur wenige Worte, theils wohl, weil ſie Beide ſich eigenthüm⸗ lich erregt fühlten, theils weil der ſchlechte Weg eine be⸗ ſondere Aufmerkſamkeit auf die Pferde bedingte. Als ſie nicht ohne Mühe und Gefahr den Rand des Waldes und dann die große Straße erreicht hatten, ließen ſie die Thiere ſcharf austraben; deſſenungeachtet war ſchon die zehnte Abendſtunde gekommen, als ſie in dem herzoglichen Luſt⸗ ſchloſſe eintrafen.
Man ſah leicht, daß hier eine ungewöhnliche Unruhe herrſchte, welche das lange Ausbleiben der Erbherzogin veranlaßte. Rittmeiſter von Plöhn war gerade im Be⸗ griffe, mit mehreren berittenen Dienern die Vermißte auf⸗ zuſuchen, wozu ihm die Herzogin den Befehl gegeben hatte. Sowohl Prinzeß Anna, wie Victor wurden unange⸗ nehm durch die Art und Weiſe berührt, wie er ihnen ſeinen


