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Wege ſaß ein kleines, höchſtens zwölfjähriges Mädchen, das, den Kopf in beide Hände ſtützend, die langſam her⸗ ankommenden Reiter nicht eher bemerkte, als bis dieſelben ſich faſt unmittelbar vor ihr befanden; ein neben ihr ſte⸗ hendes Körbchen mit friſchgepflückten Waldbeeren verrieth den Zweck, der ſie hieher geführt hatte.
Das Kind, das ſehr ärmlich, aber rein gekleidet war, ſchien zu ſchlafen, als der Tritt der Pferde aber ganz in ſeiner Nähe ertönte, fuhr es erſchreckt auf und zeigte ein hübſches, liebliches Geſicht, über deſſen Wangen die hellen Thränen niederliefen, während die großen blauen Augen ſich mit dem unverkennbaren Ausdrucke von Schmerz, neben ängſtlicher Ueberraſchung, auf die Reiter richteten. Das Mädchen griff unwillkürlich nach dem Korbe und machte eine Bewegung, als wollte es den Fremden entfliehen, aber die Erbherzogin, die ſchon oft Beweiſe ihrer aufrich⸗ tigen Theilnahme an dem Unglücke, unter welcher Geſtalt ſie es auch gefunden, gegeben hatte, verhinderte dieſe Flucht, indem ſie das Mädchen anredete und fragte, wo es zu Hauſe ſei und warum es weine.
Die Kleine ſtotterte, ſich vor der vornehmen Dame, die ſie ohne Zweifel nicht kannte, erhebend, heraus, ſie ſei die Tochter eines in der Nähe mitten im Walde wohnen⸗


