Teil eines Werkes 
1. Bd. (1874)
Entstehung
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zu werden, wie es der Vater geweſen iſt; deshalb werde ich doch meiner guten Mutter und Dir, liebes Schweſter⸗ chen, nicht weniger angehören wie bisher, und verſpreche Euch, daß Ihr für dieſe ſchmerzliche Abſchiedsſtunde dereinſt reichlichen Erſatz in einem frohen Wiederſehen haben ſollt, das Euch mit gerechtem Stolze auf mich erfüllt. In drei Jahren werde ich Offizier ſein, und Du wirſt dann wieder lachen und glücklich ſein, Julie, wenn ich Dich am Arme durch die Straßen oder zum Schloſſe hinauf führe, aber nein, das würde ich doch zuerſt der Mama ſchuldig ſein! Du, meine gute Schweſter, ſollſt aber dabei doch nicht zu kurz kommen; ich verſchaffe Dir dann einen anderen ſchönen Cavalier aus der Kameradſchaft, dem ich mich in recht inniger Freund⸗ ſchaft angeſchloſſen habe und der deren natürlich auf die Dauer würdig ſein wird; meinſt Du nicht, Julie, daß Du ſtolz ſein würdeſt, in der Begleitung Deiner Mutter und Deines Bruders ſo aufzutreten?

Das junge Mädchen lächelte durch Thränen zu dem Bruder auf und drückte noch feſter ſeine Hand. Gräfin Mathilde aber ſagte tiefbewegt und wehmüthig:

Ja, Victor, Du wirſt nun die einzige Stütze Deiner Mutter werden, die ohne ihre Kinder ganz allein und ver⸗ laſſen in der Welt daſtehen würde!