224
fahr ſprachen, in der ſich Eugens Regiment oder gar er ſelbſt befunden habe.
Graf Hervilly hatte das Kommando eines geſonderten Corps übernommen, dennoch fand er hin und wieder Ge⸗ legenheit, nach Quiberon zu kommen und die Vicomteſſe zu beſuchen, bald war es ſelbſt dieſer außer Zweifel geſtellt, daß ſeine Aufmerkſamkeit nur Francaiſen allein galt. So ſehr ſich ihre mütterliche Eitelkeit auch dadurch geſchmei⸗ chelt fühlte, konnte ſie ſich doch andererſeits der bangen Befürchtung nicht erwehren, der als etwas leichtfertig be⸗ kannte Graf möge nur ein gefährliches Spiel mit dem Herzen ihrer Tochter treiben, das ſich ihm in ſo kurzer Zeit entſchieden zugewandt zu haben ſchien. Die Vicomteſſe achtete nicht einmal, daß Hervilly und Francaiſe oft die Gelegenheit, ſich ohne Zeugen zu ſehen, herbeizuführen wußten, und daß hinter ihrem Rücken ſich ein Verhältniß mmer feſter knüpfte, daß ſie bei aller nachgiebigen Zärt⸗ lichkeit für Francaiſe nicht hätte billigen können. Das Fräulein ſchien ſeit ihrer Trennung von Eugen jede Zu⸗ rückhaltung für unnütz zu halten und ſich ganz den Forde⸗ rungen ihrer Leidenſchaft hingeben zu wollen.—
Am ſechszehnten Juli war der entſcheidende Schlag gefallen, auf den Puiſaye ſeine letzte Hoffnung geſtützt hatte; die Royaliſten hatten das verſchanzte republikaniſche Lager des Generals Hoche bei Saint⸗Barbe angegriffen.


