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Die Emigranten : historische Novelle / von St. Graf Grabowski
Entstehung
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Vicomte; wenn die Nothwendigkeit auch klar vorliegt, un⸗ ſere bisherige Verbindung zu löſen, ſo iſt auch die, dies mit möglichſter Schonung unſerer ſelbſt und vorzüglich meiner ohnehin ſchon ſo tief erregten guten Mutter zu be⸗ werkſtelligen, nicht minder groß. Jetzt bin ich die Schwer⸗ beleidigte, dennoch biete ich Ihnen zuerſt die Hand zu einer friedlichen Ausgleichung, die unſer Beider Wünſchen ent⸗ ſpricht.“

Dem Vicomte konnte eine ſolche Wendung dieſer peinlichen Scene nur erwünſcht ſein; er durchſchaute voll⸗ kommen die Beweggründe Francaiſes zu einer ihrem Na⸗ turell ſo widerſprechenden ſanften Nachgiebigkeit, aber er mußte auch einſehen, er ſelbſt ſei zu weit gegangen und thue beſſer, bei Zeiten in ein ruhigeres Gleis einzulenken; darum erklärte er ſogleich ſeine Bereitwilligkeit, auf Fran⸗ gaiſens Wunſch einzugehen.

Eine halbe Stunde ſpäter war die Unterredung zu Ende, und Niemand hätte ſo leicht bemerken können, welchen wichtigen Einfluß ſie auf das kurz zuvor noch eng verknüpfte Lebensgeſchick der Beiden ausgeübt hatte, wenn er deren ruhige und befriedigte Miene ſah. Das Verlöbniß Eugens und Francaiſens war aufgehoben, aber ſie hatten verab⸗ redet, ſich die alte Jugendfreundſchaft zu bewahren, wenn ſie ſich auch Beide nicht mit der Idee täuſchten, dies ſei nach dem Vorgefallenen möglich; die Welt ſollte nicht er⸗