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Die Emigranten : historische Novelle / von St. Graf Grabowski
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wmas wir einfach dadurch erreichen, wenn wir unſern beider⸗

ſeitigen Wunſch kundgeben.“

„Sie kommen meiner Abſicht mehr als auf halbem Wege entgegen,“ ſagte Eugen bitter;—„Sie haben aber ſicherlich noch nicht erwogen, in wie weit meine Ehre durch den fatalen Vorfall mit jener blauen Schleife berührt worden iſt.“

„Sie beleidigen mich, Eugen,“ rief das Fräulein, heftig aufſtehend.

„Der Oberſt Graf Hervilly wird gern bereit ſein, den Handſchuh für Sie aufzuheben, Mademoiſelle,“ ent⸗ gegnete der Vicomte kalt.

Mit einem Blicke flammenden Zornes auf ihn wollte Frangçaiſe das Zimmer verlaſſen, aber ſchnell von dem Gedanken durchzuckt, in dieſem Falle werde der unvermeid⸗ liche Bruch mit dem Vicomte öffentlich das ärgerlichſte

Aufſehen und in ihrer Mutter den unheilbarſten Schmerz

erregen, zumal wenn ihr der Tochter heimliches Einver⸗ ſtändniß mit dem Grafen Hervilly bekannt würde, beſann ſie ſich eines beſſern und wandte ſich noch einmal zu Eugen, der auch ſchon ſeine Heftigkeit bereute. Es wahr deutlich wahrzunehmen, welchen bittern Kampf ſie die Ueberwindung ihres Stolzes koſtete, als ſie ſo ſanft, als ſie es vermochte, von Neuem begann:

„Die Leidenſchaft hat uns zu weit fortgeriſſen, Herr

1859. VIII. Die Emigranten. 14