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zu beſchränken, ſo lange ihr nicht die ſichere Ueberzeugung geworden ſei, ihrer Tochter Vermuthungen ſeien ganz un⸗ gegründet, ſo fiel ſie doch ſchon in dem Augenblicke, als Madeleine mit geöffneten Armen und Thränen in den Augen in ihre Arme ſtürzte, aus der künſtlichen Rolle und ſchloß ſie mit einer freudigen Innigkeit an die Bruſt, die dem jungen Mädchen den Beweis lieferte, die Vicomteſſe⸗ habe ihr vollkommen die früheren mütterlichen Gefühle be⸗ wahrt. Auch Francaiſe wußte ihren geheimen, tiefen Groll auf eine überraſchende Weiſe zu verbergen; Niemand hätte ahnen können, daß ſie eine halbe Stunde zuvor noch ſo ver⸗ zweifelt erſchienen war, als nage ein unheilbarer Kummer an ihren Herzen, und mit lächelnder Miene und ſelbſtver⸗ ſtellter Zärtlichkeit begrüßte ſie ihre Nebenbuhlerin, die einen viel kühleren Empfang erwartet hatte. Die allerſeitigen Erlebniſſe ſeit der Trennung beſchäftigten bald die ganze kleine Geſellſchaft, in der reine Zuneigung und Vertrauen zu herrſchen ſchien, ſo ausſchließlich, daß die Vicomteſſe und ihre Tochter wirklich keine Gelegenheit fanden, irgend eine verdächtige Bemerkung an dem gegenſeitigen Benehmen des Vicomtes und Madeleinens zu machen.
Eugen war verſtimmt und ſchweigſam, was Nieman⸗ dem entgehen konnte; einmal beſchäftigte ihn der Gedanke an die Eröffnung, die er Francçaiſen noch heute machen wollte, dann fürchtete er auch, es möge vorher noch gegen


