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Die Emigranten : historische Novelle / von St. Graf Grabowski
Entstehung
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wie ihr Schluchzen und die ſtürmiſche Bewegung ihres Buſens verriethen, aber der Erfolg konnte nicht lange zweifelhaft bleiben; als Eugen nochmals in tief rührendem Tone bat:

„Entſcheiden Sie über Ihr und mein Lebensglück, theuere Madeleine,— bringen Sie ihm mit einer Ent⸗ ſchloſſenheit, zu dem nur die wahre Liebe den Muth geben kann, noch dieſes eine Opfer!“—

Da warf ſie ſich, ganz von ihren leidenſchaftlichen Empfindungen hingeriſſen, in ſeine Arme und erklärte ſich unter heißen Thränen zu Allem, was er von ihr verlangen würde, bereit. 3.

„Ich will die Ihrige ſein, Engen,“ meinte ſie dann gefaßter,—„und wenn ich mich an der Vicomteſſe ver⸗ fündige, ſo wird der Himmel die Schuld verzeihen, die mich die Liebe auf mich laden ließ.“

Bald darauf verließ Madeleine am Arm des Vicomtes das Gaſthaus, und Beide ſchritten der Wohnung der Vi⸗ comteſſe zu. Madeleine war innerlich ſehr unruhig, aber Eugens Bitten hatten doch bewirkt, daß ſie dies möglichſt zu verſtecken wußte, ſo daß ihr Weſen keinen Verdacht er⸗ wecken konnte. Dieſe Faſſung wußte ſie auch zu bewahren, als ſie der Vicomteſſe und Francaiſe gegenübertrat. Hatte die erſtere ſich auch ganz gegen ihr eigentliches Gefühl vor⸗ genommen, die Ausbrüche ihrer Zärtlichkeit für Madeleine