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Die Emigranten : historische Novelle / von St. Graf Grabowski
Entstehung
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der Vicomteſſe in Quiberon dieſe Erklärung unumgänglich nöthig, und Eugen zagte, wenn er an ihre Aufnahme dachte.

Er fand Madeleine in dem ärmlichen Gaſthauſe, in dem er ſie zurückgelaſſen hatte, in der unruhigſten Er⸗ wartung der Nachrichten, die er von der Vicomteſſe bringen würde. Hatte ſie ſich auch keinen Vorwurf darüber zu machen, daß ſie ſtörend in das Glück der ſo innig verehrten Familie eingegriffen habe, indem ſie deren Tochter das Herz des Verlobten raubte, denn ſie kannte ja noch nicht dieſes Verlöbniß, ſo beunruhigte es ſie doch auf das Höchſte, wie Jene ihren gewagten Schritt, mit dem Vicomte das Haus ihres Onkels zu verlaſſen, beurtheilen und ſie wieder aufnehmen würden, auch fürchtete ſie, man möge die eigent⸗ lichen Beweggründe ihrer Handlungsweiſe errathen und ihr einen bitteren Vorwurf daraus machen. Der Vicomte hatte ſich deshalb nicht geirrt, wenn er wahrzunehmen glaubte, auch Madeleine ſei über das Hierſein der Vi⸗ comteſſe eigentlich nicht erfreut; die Gewohnhzit hatte ſie in den letzten Tagen, in denen ſie ſich mit ihm auf der Flucht befand, mit dem eigenthümlichen Verhältniſſe, in das ſie ſich begeben, ſchon vertrauter gemacht, und überdies hatte ihre Liebe zu ihm ſchon eine zu unwiderſtehliche Leidenſchaftlichkeit gewonnen, als daß ſie Rückſichten, die ihr Eintrag thaten, hätte Gehör geben können.