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welchem Ausdrucke geheimen vertraulichen Einverſtändniſſes ſich das Auge des Grafen auf das Mädchen richtete und wie dieſes erröthete. In Verbindung mit Frangaiſens Weſen bei ſeinem Eintritte gebracht, konnte dieſe Wahr⸗ nehmung nur die Ahnung der Wahrheit in ihm wecken und ſchnell zur ſicheren Ueberzeugung umgeſtalten; das Auge des Vicomte flammte in Zorn auf, denn er fühlte ſich bitter an ſeiner Ehre gekränkt, aber das Bewußtſein der eigenen Schuld hielt den Ausbruch zurück; in der voll⸗ ſtändigen Unentſchiedenheit, welchen Weg er jetzt zu gehen habe, bedurfte er der Zeit zur Ueberlegung.
Der Oberſt hatte ſich entfernt, und Eugen ſtarrte noch immer, den peinigendſten Zweifeln preisgegeben, vor ſich hin; er vergaß Françaiſens Gegenwart, obgleich ſeine ſtürmiſchen Gedanken ſich gerade mit ihr beſchäftigten, und ſie wagte nicht, ihn zuerſt anzureden. Der Vicomte war mit einem Male von dem Standpunkte des Unrechts, deſſen er ſich gegen ſeine verlobte Braut ſchuldig fühlte, auf den des ſtrengen Richters über ihre eigene ſchwere Schuld verſetzt worden, und wenn er mit geheimer Be⸗ friedigung ſich ſelbſt jetzt auch für gerechtfertigter hielt und ſich dem Ziele ſeiner Wünſche nahe gerückt ſah, ſo war die Kränkung, die ſie ſeiner Ehre, wie es von der Welt be⸗ trachtet werden mußte, und ſeiner Eitelkeit zugefügt, doch zu groß, als daß er ihr hätte vergeben können. Ehe er
1859. VIII. Die Emigranten. 13


