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auf einen kurzen Aufenthalt in Quiberon rechnen konnte,
lag hierin Nichts, was ſie bei Annahme eines Beſuches hätte in Verlegenheit ſetzen können; dennoch war Francaiſe mit einem ihr ſonſt ganz fremden Eifer beſtrebt, der kleinen Wohnung den möglichſt freundlichen und vortheilhaften Anſtrich zu geben.
Es war gegen ſechs Uhr Abends, und Franucaiſe hatte zu ihrer unausſprechlichen Freude den Grafen, auf ihr Haus zuſchreitend, bemerkt. Gleich darauf wurde er durch die einzige Magd, die beide Damen begleitete, angemeldet und von der jungen Vicomteſſe angenommen.
Man konnte es dem Beſucher deutlich anſehen, wie befriedigt er darüber war, das junge Mädchen allein zu treffen, dennoch wurden anfangs Worte gewechſelt, die in der höflichſten Form zum Schein die Abweſenheit der Vicomteſſe bedauerten; hätte Graf Hervilly wirklich, was keineswegs der Fall war, zu den ſchüchternen Anbetern gehört, ſo würde ihm Francaiſens ganzes Weſen, ihre Zuvorkommenheit und verſchämte Verwirrung doch ſicher⸗ lich bald haben ſagen müſſen, er dürfe ſich hier eines glänzenden Triumphes für verſichert halten, wenn er die Veranlaſſung zu einem ſolchen nur herbeiführen wollte, und wirklich lag dies in ſeiner Abſicht, obgleich ſich Fran⸗ gaiſe bitter täuſchte, wenn ſie mehr als Galanterien von ihrem Verehrer verlangte.


