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Die Emigranten : historische Novelle / von St. Graf Grabowski
Entstehung
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nicht ganz wohl, zu Hauſe geblieben. Kaum aber hatte die Mutter das Haus verlaſſen, ſo ſchwanden die ernſten Falten, die vorher auf der Stirn des Mädchens gelegen hatten, und machten einem Ausdrucke auf dem ſchönen Geſichte Platz, wie er die Erwartung eines angenehmen oder freudigen Ereigniſſes zu begleiten pflegt; Francaiſe war bald in unruhiger Haſt vor dem Spiegel beſchäftigt, ihrer Toilette die ſorgſamſte Nachhülfe zu geben, bald wieder eilte ſie an das Fenſter und blickte geſpannt auf die Straße hinaus, wobei ſie Sorge trug, ihre Perſon den von außen auf die Fenſter gerichteten Blicken zu entziehen. Sie erwartete den Oberſt Graf Hervilly, der Tags zuvor gegen ſie allein ſeine Abſicht ausgeſprochen hatte, den Damen ſeine Viſite um dieſe Zeit abſtatten zu wollen; was er dabei vielleicht beabſichtigte, hatte er erreicht, denn

Francaiſe hatte ihrer Mutter Nichts von dem erwarteten

Beſuche mitgetheilt und ſie in ihrem Vorſatze, in die Meſſe zu gehen, beſtärkt; ſie ſehnte ſich ſchon lange nach einer Gelegenheit, mit dem Grafen allein ſprechen zu können, denn ſie hoffte, dieſer werde ſich dann wohl klarer gegen ſie äußern.

Die Damen bewohnten ein beinahe ärmlich aus⸗ geſtattetes Quartier; da ein beſſeres ſich aber auch mit reichlicheren Geldmitteln, als ſie beſaßen, an dieſem Orte nicht leicht hätte beſchaffen laſſen, da man überdies nur