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Die Emigranten : historische Novelle / von St. Graf Grabowski
Entstehung
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tere Flucht mit Ausſicht auf Erfolg bewerkſtelligen ließe; ſollten die Republikaner aber endlich doch auf den Gedanken kommen, in der Stadt nach dem Flüchtlinge zu ſuchen, dann möchte Madeleine einen ſichereren Verſteck im Hauſe ihres Onkels ausfindig machen und Eugen ſelbſt wollte ſie dann dadurch unterſtützen, daß er die Verfolger kraft der ihm in ſeinem falſchen Paſſe verliehenen Würde, die ſie reſpectiren würden, irre leiten wollte. Wie er meinte, fürchtete er aber gar nicht, daß dies nöthig werden könnte, indem ihre geheimen Freunde aus Rennes dafür ſorgen wollten, daß die Republikaner auf eine falſche Spur nach der Küſte geführt würden. Um ihr auch dies deutlich aus⸗ einanderzuſetzen, ergriff Eugen die Karte der Provinz, die auf dem vorher erwähnten mit Papieren bedeckten Tiſchen lag; als er ſie in ſeinem Eifer ſchnell aufhob, lag darunter ein Miniaturporträt, auf das ſeine Blicke zugleich mit de⸗ nen Madeleinens fielen; es ſtellte eine junge hübſche Dame mit gepuderten Haaren und in dem modiſchen Coſtüm der höhern Stände vor. Madeleines Beſtürzung bei dem Er⸗ blicken dieſes Bildes war ſo groß und ihre Wangen wurden ſo bleich, daß dem Vicomte dieſer Eindruck nicht entgehen konnte; war es dies allein oder hatte er noch einen andern Grund dafür, auch er ſchien äußerſt betroffen und verlegen.

„Francaiſe de Saint⸗Réal,“ ſagte er, ſich zum Gleich⸗ muth zwingend, indem er auf das enthüllte Porträt deutete.