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Die Emigranten : historische Novelle / von St. Graf Grabowski
Entstehung
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elauſe hing, würde ſie es unbedenklich verlaſſen haben, hätte ſie Eugen Salvandy folgen können, ſobald er von dort fortging. Dieſe Zuneigung wuchs mit den Jahren und erregte ſogar die Aufmerkſamkeit des ſonſt gerade nicht ſehr ſcharfblickenden Vicomte; bei Madeleinen's nie⸗ driger Herkunft wollte er darin eine Gefahr für den Sohn der vornehmen Familie Salvandy ſuchen, aber der Vi⸗ comteſſe, die in den heranreifenden Kindern eben nur Kin⸗ der ſah, gelang es, ſeine Beſorgniſſe, die ſie belächelte, zu ſcheuchen.

Madeleinen's Mutter war geſtorben, und dies trug nur dazu bei, daß das Kind ſich immer mehr von dem elterlichen Hauſe entwöhnte und immer inniger an das der Saint⸗Réals anſchloß; die Vicomteſſe, die ihr in groß⸗ herziger Regung die Mutter ganz zu erſetzen gedachte, be⸗ ſtärkte ſie darin; auch Eugen war Madeleinen nach dem Verluſte der Mutter noch theurer geworden, da ſie ſich nach einem Herzen ſehnte, dem ſie ihr eigenes Gefühl ganz

offen darlegen konnte, und dazu war die Vicomteſſe zu alt und ſtand ihr immer noch zu hoch; Eugen rechtfertigte ihr Vertrauen und fühlte daſſelbe Bedürfniß, es zu erwiedern.

Die Jahre vergingen, und die Kinder traten in das Alter, in dem ihre unbeſtimmten Empfindungen eine feſtere Form anzunehmen anfingen. Was Francaiſe früher we⸗ niger herauszufühlen vermocht hatte, wurde ihr jetzt klarer