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und mit einer gewiſſen Beſchämung und leiſem Unmuthe unterzog ſie es einer näheren Erwägung, daß Eugen näm⸗ lich Madeleine ihr ſelbſt vorziehe; die junge Vicomteſſe war ein wenig eitel, wie die meiſten Mädchen in ihren Jahren, und regten ſich auch gerade nicht tiefe Gefühle für den Geſpielen ihrer Jugend in ihrer Bruſt, ſo trug die ſtill empfundene Kränkung, die ſie obenein in ſich zu verſchließen gezwungen war, doch dazu bei, daß ſie ſich dies einbildete, und daß eine Leidenſchaft in ihr aufkeimte, die der Eiferſucht nahe verwandt war. Daher kam es, daß die beiden jungen Mädchen vorſichtiger, endlich argwöh⸗ niſch gegen einander wurden, blieben ſie auch ſcheinbar Freundinnen, und war Madeleine auch weit davon entfernt, Francaiſe nicht mehr zu lieben, der ſie ſo vielen Dank ſchuldig zu ſein meinte. Aber ſie begriff die junge Vi⸗ comteſſe, ſie fragte ſich zum erſten Male, ob ſie ein Recht habe, mit ihr um Eugen's Neigung zu kämpfen, und bei der in damaliger Zeit ſtreng vorwaltenden Scheidung zwiſchen Adel und Volk kam ſie zu einem Schluſſe, der ſie das Haupt ſenken ließ und ihr Thränen in die ſchönen Augen trieb.
So ſtand es, als die Revolution ausbrach; Horace und Eugen waren damals ſiebzehn, Françaiſe und Made⸗ leine noch nicht vierzehn Jahre alt. Ein großer Theil der Edelleute des Landes wanderte, theils unzufrieden mit den


