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Die Emigranten : historische Novelle / von St. Graf Grabowski
Entstehung
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leſen, als halte ſie ſich noch nicht ganz davon überzeugt, den Genannten vor ſich zu haben.

„Sie werden begreifen, Madeleine, daß es einiger Vorſicht von meiner Seite bedurfte, als ich dieſen mir ge⸗ fährlichen Ort wieder betrat,“ meinte der junge Mann,— „und daß ich deshalb zu einigen kleinen Kunſtgriffen der Toilette meine Zuflucht nehmen mußte, um mich möglichſt

unkenntlich zu machen, aber das Herz iſt daſſelbe geblieben, und ich begrüße Sie mit unveränderter Anhänglichkeit als meine kleine Freundin von Ponteclauſe.“

Dabei ſchob er mit der linken Hand die braunen,

ſtarken Haare ein wenig zurück und enthüllte unter ihnen 8 ein paar Locken von hellblonder Farbe.

„Mein Gott, wie konnten Sie es aber wagen, Herr Vicomte—“ 8

„Eugen, wenn ich bitten darf, meine Bürgerin,“ ſagte der Vicomte lachend.

„Sie haben ſich in die entſetzlichſte Gefahr geſtürzt, — wenn man Sie entdeckte?“ ſagte das Mädchen mit zitternder Stimme..

„Das hoffe ich nicht, Madeleine, und verlaſſe mich auf das Glück, das dem Kühnen immer hold iſt,“ erwie⸗ derte der Vicomte und fügte ernſt hinzu:„Meinen Sie nicht, daß mich jugendlicher Leichtſinn, die unbeſonnene Luſt zu Abenteuern oder eine untergeordnete Leidenſchaft