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Die Emigranten : historische Novelle / von St. Graf Grabowski
Entstehung
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hierherführt; es iſt eine ernſte Pflicht, von den Geſetzen der Ehre und Tugend geboten, die mich den Boden wieder betreten läßt, von dem man uns ausgeſtoßen. Aber wie ſchön Sie geworden ſind, Madeleine, wie dieſe vier Jahre die Knospe entfaltet haben, die damals ſchon die Bewun⸗ derung in unſeren jugendlichen Herzen erweckte!“

„O glauben Sie, Eugen, daß auch ich nie die glück⸗ lichen Tage meiner Kindheit vergeſſen habe, daß ich ſtets in dieſer traurigen Zeit, die wir damals in unſeren un⸗ ſchuldvollen Gemüthern nicht ahnten, Ihnen und allen den edelmüthigen Mitgliedern der Familie Saint⸗Réal die wärmſte Anhänglichkeit und ein nur mit dem Tode zu verlöſchendes Dankgefühl bewahrte,“ erwiederte Madeleine innig, während ſich Thränen in ihre Augen drängten. „Sie werden daran nicht zweifeln, denn Sie wiſſen, daß ich dem hochherzigen alten Vicomte, deſſen ehrwürdiges Haupt die pariſer Schreckensmänner unter dem Beile der Guillotine fallen ließen, und ſeiner edlen Gattin mehr als den Eltern zu danken habe, die mir das Leben gaben, daß ſie mich, das früh verwaiſte Kind ihrer langjährigen Die⸗ ner, mit den eigenen hochgeborenen Kindern erziehen und mich aller der Vortheile theilhaftig werden ließen, die zärtliche Sorgfalt und Reichthum zu geben vermögen. Wie oft ſind nicht meine bitteren Thränen im Geheimen ge⸗ floſſen, wenn ich ſpäter die Schmähungen hören mußte, . 3*