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Die Emigranten : historische Novelle / von St. Graf Grabowski
Entstehung
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genehm geweſen; ſie wußte, daß der republikaniſche Offizier ſie mit oft zudringlichen Artigkeiten verfolge, vor denen ſie bei ihrem Onkel auf keinen Schutz zu rechnen hatte, ſchien dieſer doch ſogar dem Beſtreben Guénardsnicht abgeneigt zu ſein; ſie beſaß zwar genug Takt und weibliche Würde, den verabſcheuten Anbeter in Schranken zu halten, und hatte ſich dieſer ſchon ſo gut zu bedienen gewußt, daß Guénard es für beſſer befunden hatte, ein paar Tage lang das Haus ihres Onkels zu meiden, aber heute obenein in Gegenwart des andern ſie ſo ſehr intereſſirenden Gaſtes fühlte ſie we⸗ der den Muth noch die Luſt, dieſen letzteren zum Zeugen ihrer Unterhaltung mit dem Republikaner zu machen. Ent⸗ ſſcchieden weigerte ſie ſich daher, dem Wunſche des Kapitäns und ihres Onkels nachzugeben, indem ſie die nöthigſten Wirthſchaftsgeſchäfte vorſchützte, und wirklich gelang es Mathieu Bonnet ungeachtet einiger harten Worte nicht, ihren Eigenſinn, wie er es nannte, zu beſiegen. Verdrieß⸗ lich gab er ſeine Bemühungen, die nicht das erſte Mal an dem hübſchen Trotzköpfchen ſcheiterten auf, und befahl Madeleinen, ein Zimmer für den Fremden herzurichten, da dieſer die Abſicht ausgeſprochen habe, einige Tage in ihrem Hotel zu logiren. Seitdem die glanzvolle Zeit der Lilien entſchwunden war, hatte Meiſter Bonnet ſich auch genöthigt geſehen, den größten Theil der Dienſtboten zu entlaſſen, die früher ſein Haus füllten, und Madeleinen