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Die Emigranten : historische Novelle / von St. Graf Grabowski
Entstehung
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lag jetzt manches Geſchäft ob, das früher dienende Hände verrichtet hatten; bereitwillig hatte ſie ſich dem Gebote der Nothwendigkeit unterzogen, und Mathieu Bonnet würde ihr ein ſchweres Unrecht gethan haben, hätte er ihren Fleiß, ihre Umſicht und ihre Geſchicklichkeit in der Wirthſchafts⸗ führung nicht anerkennen wollen.

Aber ſelten hatte Madeleine einen Auftrag des On⸗ kels ſo freudig übernommen als den jetzigen, obgleich ſie ſich wohl hütete, ihn dies merken zu laſſen; innerlich froh⸗ lockte ſie von Herzen darüber, daß der Fremde im Hauſe blieb, und unter leichtem Erröthen geſtand ſie ſich die Hoff⸗ nung, mit ihm näher bekannt werden und das Räthſel ihrer eigenthümlichen Empfindungen löſen zu können.

Der Kapitän Gusnard mußte ſich bei Bonnet's Er⸗ klärung, ſeine Nichte ſei augenblicklich zu dringend be⸗ ſchäftigt, um ſeinem Wunſche Gehör geben zu können, beruhigen, und er that dies um ſo eher, als Delavigne ſein Intereſſe jetzt ganz in Anſpruch nahm und er ſeinen Unmuth vor ihm nicht gut äußern konnte. Während der Wirth bald ſeinen Geſchäften nachging, bald einen ſchwei⸗ genden Zuhörer abgab, ſetzten die beiden Herren ihre Unterhaltung fort.

„Sagten Sie vorher nicht, Kapitän, geſtern ſeien in der oberen Stadt drei Royaliſten erſchoſſen worden?“ fragte Delavigne bald.