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Inzwiſchen hatte Mathieu Bonnet ſeine Nichte auf⸗ geſucht, die ſich in einem der Wohnzimmer mit einer Hand⸗ arbeit beſchäftigte. Madeleine war in eigenthümlicher Stimmung, ſeitdem ſie den zuerſt gekommenen Gaſt geſehen und, durch die Art ſeines Grußes leicht verwirrt, die Gaſt⸗ ſtube verlaſſen hatte, in die ſie nicht zurückzukehren wagte. Der Fremde war ihr nicht bekannt, ſie ſah ihn zum erſten Male, und doch fühlte ſie ein unerklärliches Intereſſe für ihn, das ſeine vortheilhafte äußere Erſcheinung allein ſo ſchnell nicht hervorzubringen vermocht hätte; es war Ma⸗ deleinen, als ſei mit ſeinem Anblick ein altes ſüßes Gefühl in ihr Herz eingekehrt, aber dieſes war zu formlos, zu un⸗ beſtimmt, als daß es eine deutliche Erinnerung erweckt hätte. Sie fühlte das Bedürfniß, allein zu ſein, obgleich ſie andererſeits faſt wünſchte, dem Gaſte noch einmal ge⸗ genüberzutreten, und hatte ſich einer ſinnenden Träumerei hingegeben, in welcher der Entſchluß, in die Gaſtſtube zu⸗ rückzukehren noch nicht gereift war; darüber hatte ſie auch die Ankunft eines zweiten Beſuches überhört.
So traf ſie ihr Onkel und fragte ſie einigermaßen unwillig, weshalb ſie ſich zurückgezogen habe, er fügte hinzu, de Kapitän Guénard ſei angekommen und wünſche, ſie zu ehen.
Inl keiner andern Gemüthsſtimmung wie gerade der jetzigen wäre Madeleinen dieſe Mittheilung wohl ſo unan⸗


