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ob der Wirth ein durchaus zuverläſſiger Mann und von guter Geſinnung für die Republik iſt?“
Der Kapitän war wie umgewandelt; er war von
Herzen froh, daß ihn Delavigne der Verlegenheit überhob,
nach einem neuen Anknüpfungspunkte des Geſpräches ſuchen
zu müſſen, durch das er ihn günſtig für ſich zu ſtimmen gedachte. Bereitwillig gab er daher zur Antwort, Mathieu Bonnet ſei als ein eifriger Republikaner bekannt, und
wenn man hierfür bei ihm, der von den vertriebenen Edel⸗
leuten früher großen Vortheil gezogen und ihnen eigent⸗
*.
lich zum Dank verpflichtet ſei, den Grund auch nur in
ſeiner Furcht vor der herrſchenden Gewalt ſuchen müſſe, ſo könne man derentwegen doch ganz ſicher auf ſeine Zu⸗
verläſſigkeit, wo es das Intereſſe der Republik gälte, rechnen.
Auch auf Madeleine, deren der Kapitän vorher in
ziemlich vertraulicher Weiſe erwähnt hatte, lenkte Dela⸗ vigne— und wie es ſchien, nicht ohne beſonderes Inter⸗
eſſe,— das Geſpräch. Hier wußte der Offizier aber weniger genügende Auskunft zu geben, er ſelbſt kannte das Mädchen nur ſeit den wenigen Wochen, die er in Rennes und dieſem Hauſe zugebracht hatte und aus ſeinen verle⸗ genen Redensarten ging hervor, daß dieſe Bekanntſchaft
ſich nicht weiter erſtreckte, als daß er einige Worte mit
ihr gewechſelt, ihr vielleicht auch Schmeicheleien geſagt
hatte, die aber wohl nicht die gewünſchte Erwiederung fanden.


