talda; wie er ſie geliebt, wie er über ſie gewacht, wie er ihr gedient hatte, als er hoffnungslos war, daß die Umſtände jemals die glückliche Kriſis herbeiführen würden, welche nun durch unauflösliche Bande ſie zu vereinigen ſchien, die nur geringer Beſtätigung bedurften, um beglau⸗ bigt zu werden; und nun, wo die ſcheinbare Laune ſeines jüngſten Betragens erklärt war, nahm Eſther keinen wei⸗ teren Anſtand, ihrerſeits zu geſtehen, daß vom erſten Mo⸗ mente ihrer kindiſchen Freundſchaft in Heidelberg, alle ihre Hoffnungen auf irdiſches Glück allein auf ſeiner Liebe ruhten. Sie waren ſehr glücklich, beinahe zu glücklich, und nimmer müde, die Geſchichte ihrer wechſelſeitigen Liebe und wechſelſeitigen Unglücks, Capitel für Capitel, zu wiederholen. Man ſagt, daß Liebende ſelten ihrer Geſell⸗ ſchaft gegenſeitig überdrüſſig werden, weil ſie allein von ſich ſprechen; und gewiß iſt es, daß Oſaley mehr als einmal verſucht war, gegen ihren Egoismus zu ſchreien, wenn er, ſo oft er ſich an eine ſeiner Nichten wandte, die ſich auf den Arm ihres theuren Baſil oder theuren Ernſt ſtützten, ſicher war, ſie in der Fortſetzung derſelben Unterhaltung zu treffen, in der er ſie verlaſſen hatte: Erinnerungen an vergangenen Kummer und Plane künfti⸗ gen Gluͤckes. Bei ſolchen Gelegenheiten jedoch hatte er eine erhei⸗ ternde Zuflucht gegen ſein Mißvergnügen an dem gemalten Fenſter der Bibliothek, welches eine der ſchönſten Ausſichten auf den Park bot, wo ſeine ruhige, edle, glückliche Schweſter ſaß, ohne eine zurückbleibende Sorge auf Erden, mit doppelter Freude die Schoͤnheiten der Natur durch die heitere Glückſeligkeit ihrer innerſten Seele betrachtend. Ihr allein hatte Abednego ſeine Unruhe anvertraut, es möchte die Antwort Lady Annesley's auf die Bitte ihres Sohnes um Einwilligung in ſeine Verheirathung weniger günſtig ſein, als er wünſchte; und an dem Tage, an welchem ihre Briefe im Schloſſe ankommen ſollten, bemerkte Mrs. Verelſt mit Sorge, daß das Zittern der
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