Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1846)
Entstehung
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Seiten meiner Mutter, welcher mich zwang, alle Schritte zu einer Verbindung mit den Verelſt's während ihrer Lebens⸗ zeit aufzugeben, wahrſcheinlich mehr aus dem Mangel an Vermögen, als an Connerionen hervorging. Meine Mut⸗ ter iſt ſelbſt die Tochter eines Frankfurter Banquiers und hat kein Recht, eine Vermehrung der Wappenſchilder des Hauſes Ehrenſtein durch mein Weib zu verlangen, welche ſie ſelbſt nicht brachte. Meines Vaters Heirath war einer von den„Acten der Verſchmelzungen“ der Politik Napo⸗ leons, in jenen Zeiten kaiſerlicher Suprematie, als er Kro⸗ nen und Ehefrauen an Herzoge und Barone eben ſo ſorg⸗ los vertheilte, als er Fürſten mediatiſirte, oder Provinzen decimirte.“

„Das hätte ich aus ihrem Stolze vermuthen können,“ murmelte Abednego halb bei Seite.„Niemals fand ich, daß eine Frau von erlauchter Abſtammung eitel auf ihre höhere ſociale Stellung war.“

„Sie haben Recht,“ entgegnete Ehrenſtein, der nur halb gehoͤrt hatte.„Es iſt eines von den Uebeln deſſen, was man Meſalliances nennt, daß ſie eine falſche Stellung erzeugen, wie moraliſche Nachtheile. Geſegnet jedoch ſei bei dieſer Gelegenheit der Deſpotismus des Kaiſers, da er mich berechtigt, von meiner Mutter die Bewilligung einer Heirath zu fordern, welche durch Ihre Freigebigkeit ebenſowohl dazu dienen wird, der Würde unſeres Hauſes einen gewiſſen Grad jenes durch die Wechſelfälle des Krie⸗ ges verminderten Glanzes zurückzugeben, als mich zu dem glücklichſten Menſchen zu machen. Doch würde der Vor⸗ ſchlag beſſer von Ihnen ausgehen. Laſſen Sie mich Ihnen empfehlen, daß Sie mit der Gräfin mehr unterhandeln, als legten Sie eine Verpflichtung auf, ſtatt eine Bewilli⸗ gung zu ſuchen. Im wahren Lichte der Sache iſt auch die Verpflichtung vöollig auf unſerer Seite.“—

Mit dieſem Winke und ausgerüſtet mit den perſönlichen Empfehlungen ſeiner diplomatiſchen Gönner, welche ihm in andern Beziehungen ſchon ſo weſentliche Dienſte gelei⸗