Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1846)
Entstehung
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mich verrieth, es war meine jüdiſche Natur; es war ein

Geheimniß, das hinter den dreißig Silberlingen lauerte; es war eine überkaufmänniſche Schätzung der Menſchen und Dinge. So lange lich mich erinnern kann, maß ich jeden Gegenſtand um mich nach ſeinem Goldgewichte. Ich

hielt mich ſelbſt für eine Partie für Lord C.'s Tochter,

weil ich reich war; ich glaubte ein Recht zu haben, in das Haus der Gemeinen zu treten, weil ich reich warv; ich hielt mich für berechtigt, auf den Nacken des niedriggeborenen, aber hochſinnigen Gatten meiner Schwe⸗ ſter zu treten, weil ich reich war. Ich bildete mir ein, daß ich die Neigung der Frau Sir Bernard Annes⸗ ley's wieder gewinnen könne, weil ich reich war. Ohne dieſe angeborene Gemeinheit der Natur möchte ich ein großer Mann geworden ſein. Als ich getreten wurde, hätte ich mich mit der edlen Wuth des Löwen gegen meine Unterdrücker wenden ſollen, nicht mit dem ſchleichenden Gifte der Schlange; denn obwohl das Aufſchießen der Boa conſtrictor der Stärke des Köͤnigs der Wälder gleich ſein mag, ſo iſt ihr Triumph doch nur immer der eines ungeheuren Wurmes.“

Der Mann, welcher ſo ſorgfältig und beinahe ſarka⸗ ſtiſch ſeinen eignen Zuſtand und ſeine eignen Motive zu prüfen im Stande war, konnte nicht nachſichtiger gegen die andrer Leute ſein. Als er erfuhr, daß Maitlands ſich in Wiesbaden aufhielten, trug er Sorge, ſich in den Bade⸗ liſten unter ſeinem Reiſenamen Clerval einzuſchreiben, unter dem er in Frankreich eingebürgert war, um ein unge⸗ ahnter Beobachter, der durch die Nachſicht und Ermah⸗ nungen A. O's. bewirkten Verbeſſerungen in den Gewohn⸗ heiten der Familie zu werden.

Es war, wie er wußte, eben ſo vernünftig, zu erwar⸗ ten, daß der Leopard ſeine Flecken und der Mohr ſeine Haut wechſeln würde, als zu glanben, daß die Chineſin von Arlington⸗Street auf den Glanz und die Eitelkeiten des Lebens aus Unterwerfung unter die Erforderniſſe ihrer