Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1846)
Entstehung
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zukommen, und ſein muthmaßlicher Nachfolger auf dem Throne Frankreichs als öffentlicher Penſionär in einem geringen deutſchen Städtchen, welches Recht hatte Abed⸗ nego Oſaley, darüber zu murren, daß der Stellvertreter der Handelsfürſten von Cadix unter dem Vorwurfe leiden mußte, ſeine beſchmutzten Reichthümer von den letzten üb⸗ rigen Ablegern ſeiner unglücklichen Race empfangen zu haben.

„Doch welcher von dieſen koͤniglichen Prahlern,“ murmelte er bei ſich ſelbſt, während ſein Reiſewagen einen der ſchön bewaldeten Hügel Naſſaus hinanfuhr,„hat je⸗ mals, gleich mir, ſich an der Betrachtung der Natur, oder dem Studium der menſchlichen Natur erfreut? Welche Vergnügungen oder welchen Zeitvertreib ſicherte ihnen koͤniglicher Glanz, worin ich nicht auf eine weit ausgeſuchtere Art geſchwelgt hätte? Ich habe über alle Freuden geboten, ſicher vor allen Sorgen und Strafen des Koͤnigthums, und dem Ueberdruſſe eines Thrones, wie der Schmach der Entthronung entgehend. Es gab eine Zeit, wo ich voll Ehrgeiz nach etwas, was über dieſen endlichen Sinnengenüſſen ſtand, ſtrebte. Es gab eine Zeit, wo ich in mir den Keim einer ruhmvolleren Größe fühlte, der Groͤße, welche durch geiſtige Ueberle⸗ genheit herrſcht. Aber in wie vielen außer mir ging der Keim des Genie's unenthüllt unter, aus Mangel an gün⸗ ſtigen Zufällen. Hohe Fähigkeit reicht allein nicht für den Ruhm hin; denn welche Anſprüche auf unſere Bewun⸗ derung hätten ſonſt Baion und Mirabeau hinterlaſſen. Gleich ihnen wähnte ich geboren zu ſein, um über die ſchwächeren Geiſter meiner Zeitgenoſſen zu herrſchen. Gleich ihnen, begreife ich nun in hoheren Jahren, daß ich der moraliſchen Kraft entbehrte, um jene helleren Auffaſſungs⸗ gaben und reicheren Schätze des Unterrichts, deren ich mich eitel rühme, zu kräftigen. Die Welt beurtheilte mich richtig! Ich war nicht geboren, ein großer Mann zu werden. Es war nicht mein jüdiſcher Name, welcher